Wer loslässt hat zwei Hände frei

Lebst Du das Leben Deiner Träume oder gehst Du den Weg, der am einfachsten ist?

Die Illusion der Zufriedenheit

Oft akzeptieren wir Dinge in unserem Leben, weil wir uns einreden, dass diese schön sind oder einen Erfolg darstellen. Obwohl unser Bauchgefühl uns etwas anderes mitteilt oder wir mehr im Leben erreichen könnten.
Vielleicht sind wir mit unserem äußeren Erscheinungsbild unzufrieden, reden uns jedoch bei jedem Blick in den Spiegel ein, dass „wir ganz passabel“ aussehen. Folglich brauchen wir auch erst einmal nichts zu ändern. Wir reden uns schön wie wir sind und was wir haben und was wir nicht haben, reden wir klein. Damit entsteht eine Zwickmühle. Wir versuchen, uns selbst zu belügen während unsere Gefühle uns unsere Unzufriedenheit präsentieren.
Doch warum kann loslassen so schwer sein?

Die Sicherheit der Komfortzone

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

— Albert Einstein

Wir sind oft so an etwas in unserem Leben gewöhnt, dass wir es gar nicht mehr erkennen.
Wir behalten alte Dinge, alte Gewohnheiten, alte Beziehungen oder alte Sichtweisen, nur weil sie schon immer da waren. Wir hinterfragen sie gar nicht mehr, obwohl viele von uns sich gerne weiterentwickeln oder neue Erfahrungen machen würden. Wir wollen einen neuen Job, ohne die Sicherheit des alten aufgeben zu müssen, wollen exotische Länder bereisen, ohne das Haus zu verlassen. Wir wollen unser Leben verändern, ohne uns selbst zu ändern.
Dieses tägliche Hin und Her nimmt uns die Energie, wirklich das zu tun, das unseren Träumen entspricht.
Wir fokussieren uns lieber auf das was wir verlieren könnten, als auf die wunderbaren Möglichkeiten, die sich uns jeden Tag bieten. Das Leben ist endlich und so viel mehr als die Komfortzone, darum lass es uns nicht leben, als hätten wir ein Weiteres in Reserve.

Ein Rennen ohne Ziel

Auf der anderen Seite können wir in das entgegengesetzte Extrem verfallen: das, was wir haben, nicht mehr anzuerkennen oder gar dankbar dafür zu sein. Dann sind wir in einem Rennen ohne Ziel und jagen ständig teuren, immer größeren oder vermeintlich besseren Dingen nach. Gefühle lösen Handlungen aus. Fühlst du das Fehlen von Glück, kaufst Du ein neues Auto in der Hoffnung, dass diese Handlung deine Emotionen ändert. Das Problem ist, dass uns das neue Auto nur glücklich macht, wenn wir es vorher schon waren. Es kann unseren Gemütszustand nicht dauerhaft ändern. Erst wenn Du etwas gekauft hast, wirst Du den Unterschied merken.
Wirst Du dankbar für dein neues Gefährt sein oder suchst du sofort wieder nach etwas scheinbar Besserem? Vielleicht beginnst Du zu erkennen, wie reich Du schon bist und dass Du alles, was Du zum Leben brauchst, schon hast.

Was willst Du wirklich?

Nimm Dir die Zeit für Dich selbst und schreibe eine Liste, wofür Du in Deinem Leben dankbar bist. Die nächste Übung sollte aus einem Gefühl der Fülle und nicht aus einem Gefühl des Mangels gemacht werden.

Stell dir alles, das Du in Zukunft gerne hättest, vor Deinem geistigen Auge vor.
Was würdest Du gerne erleben? Welche Menschen möchtest Du kennenlernen? Was würde Dich zufrieden und glücklich machen?
Wähle die Dinge, die Dir dein Herz mitteilt und ignoriere alles, das Dich nur gut vor anderen Leuten dastehen lassen würde. Was willst Du wirklich vom Leben?

Überlege Dir nun, ob Du schon die richtige Umgebung dafür geschaffen hast. Wenn Du einen festen Partner kennenlernen willst, hat er schon Platz, um morgen bei Dir einzuziehen? Versuche alles, das nicht in Harmonie mit Deinen Zielen ist, loszulassen. Etwas loszulassen ist wie ein Muskel, der trainiert werden will. Fange daher mit etwas Kleinem an.

Fazit

Lebst du das Leben deiner Träume oder das, das gerade verfügbar war? Mach Neuem in Deinem Leben Platz, indem Du Altes loslässt mit dem Du unzufrieden bist.

Wenn Du Anregungen oder Kommentare zu diesem Thema hast, dann schreibe mir gerne eine E-Mail.
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