Not ready yet?

Seit über einem halben Jahr blogge ich regelmäßig über meine Ideen und Anregungen für wirksame Selbstführung und Lebensgestaltung. Ich teile meine Erfahrungen aus über 7 Jahren kontinuierlicher persönlicher Weiterentwicklung. Gerade deswegen gehe ich davon aus, dass Du im Blog bereits Themen gefunden hast, die sich Dir auf den ersten Blick (noch) nicht erschlossen haben. Das ist meiner Meinung nach ganz normal. Mir ist wichtig, dass Du trotzdem weiterhin am Ball bleibst.

Bevor wir ein Problem nicht selbst für uns durchgearbeitet haben, können wir nicht erkennen, dass uns die Lösung jemand anders schon lange gezeigt hat.

— The Lean Manager

98% der Menschen Lernen, 2% Handeln

Wir können heute auf ein Überangebot an Wissen zurückgreifen. Ich ertappe mich selbst immer mal wieder dabei, dass ich schon das nächste Buch in der Hand habe, bevor ich das vorherige verdauen konnte.
Der Konsum von Wissen ist viel einfacher und mein Verhalten ändern brauche ich auch erst einmal nicht. Ich entdecke außerdem auch immer neue Wissenslücken und finde immer neue Anregungen, die ich gerne verfolgen würde.

Noch mehr Wissen vermittelt ein Gefühl von Sicherheit, denn wir verstehen ein Thema immer besser und werden immer mehr (zumindest in der Theorie) Experte darin.

Der Erwerb von Information braucht jedoch Zeit. Zeit, die mir langfristig vielleicht zum Erreichen meiner Ziele fehlt.

Du kannst es Dir so vorstellen, als würdest Du mit einem Paddelboot gegen die Strömung anfahren. Du setzt das Boot ein und bevor Du die ersten Schläge vollführt hast, bist Du bereits ein ganzes Stück stromabwärts getrieben.
Je länger Du nun mit dem Paddeln wartest, desto weiter trägt Dich die Strömung mit sich.

Risikoaversion

Nun könnte ja eine Lösung sein, gar nicht erst mit dem Boot ins Wasser zu gehen, denn Du würdest ja erst einmal ein Stück zurücktreiben. Du bleibst einfach an Land und umgehst damit jegliches Risiko.

So ähnliche nehme ich gerade das hiesige Sparverhalten war: In allen Medien werden heute niedrige Zinsen auf Spareinlagen kritisiert. Eine Alternative zum Sparbuch kann die Investition in Aktien oder Fonds sein. Der Preis von Aktien unterliegt Schwankungen und es besteht die Möglichkeit, dass die Aktien genau in dem Moment in dem ich sie benötige, weniger kosten als ich dafür bezahlt habe. Anstatt mich also eingehender mit meiner Finanzplanung zu beschäftigen, lasse ich mein Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen und vermeide damit dieses Risiko.

Jedoch gibt es ja weiterhin die Inflation. Das heißt, dass der Wert des Geldes immer mehr sinkt. Meine persönliche Inflationsrate liegt deutlich über 2% (Ausgaben für Energie, Nahrung, Unterhaltung, Transport und Erholung). Bei 2% Inflation sind 1000 Euro in 36 Jahren nur noch 500 Euro wert, bei 3% schon nach 24 Jahren. Dieser Wertverlust ist für die meisten kaum wahrnehmbar. Die wenigsten führen Buch über die monatlichen Ausgaben. Und die 1000 Euro bleiben nominal ja auf dem Konto erhalten. Und dennoch findet der Wertverlust statt.

Allein um die Inflation auszugleichen, brauche ich also eine Rendite von 2%. Noch mehr (nach Steuern), wenn ich tatsächlich einen Wertzuwachs erreichen will. Einfach nichts zu tun bzw. die bisherige Strategie weiter zu verfolgen, könnte sich langfristig als Fehler herausstellen.

Der erste Schritt

Die Idee von Blogs und Podcasts basiert auf der Weitergabe von Erfahrungen, dem Angebot von Unterstützung und der Suche nach Mitstreitern bei gemeinsamen Unternehmungen.
Die Kunst beim Bloggen und Podcasten liegt aus meiner Sicht darin, Wissen und Erfahrungen, für den Leser, in leicht verdaulich Häppchen zu verpacken, die dazu einladen, verzehrt zu werden.

Egal jedoch, ob Du Dir Deine Informationen aus Büchern oder Blogs, von Podcasts, Freunden oder Coaches und Mentoren holst, den ersten Schritt musst Du immer selbst tun.

Maik Pfingsten hat einmal gesagt, dass alles Große und Bedeutende im Leben ein Wagnis ist. Ich stimme ihm hier voll und ganz zu.

Es wird Dir nicht gelingen, alle Risiken einer Unternehmung im Voraus zu betrachten und selbst wenn es Dir gelingen sollte, passiert sicher etwas, woran niemand denken konnte.
Denn letztendlich besteht kein Plan den ersten Kontakt mit der Realität. Du wirst immer ein bisschen Mut und Pragmatismus benötigen.

Zum Thema Mut und Pragmatismus erinnere ich mich noch eine Geschichte vom Finanzwesir Albert Warnecke. Er erlebt immer wieder junge Menschen, die sich heute schon die Frage stellen, wie sie zum Rentenbeginn ganz genau ihre Aktienportfolios entsparen können (also wieder zu Geld machen). Allerdings besitzen sie noch gar kein Portfolio und vermutlich wird es leider noch einige knifflige Fragen geben, die ihnen auf dem Weg dahin begegnen bevor sie die erste Aktie oder den ersten Fond erwerben.

Deshalb mein Appell an Dich: Überlege Dir, welche konkreten Schritte Du jetzt unternehmen kannst, um mehr Verantwortung für Deine Lebensgestaltung zu übernehmen und fange heute noch an. Melde Dich gern für meinen Newsletter (Link) an und erfahre immer von neuen Artikeln und wann meine Vorlage zur Unterstützung Deiner Lebensgestaltung verfügbar ist.

Ich freue mich sehr über Deine Kommentare und Anregungen. Schreibe mir gerne, wenn Dir Inhalte des Blogs unklar sind und Du noch mehr Informationen zu bestimmten Themen benötigst.