Große Ziele – kleine Ziele

„Erfolgreiche Menschen setzen und erreichen Ziele“. Und wie das geht, damit beschäftigt sich Olaf Kapinski in seinem Podcast Leben-Führen.

Der Podcast ist unkompliziert und auf den Punkt, manchmal vielleicht etwas provozierend, enthält jedoch immer wertvolle Informationen für erfolgreiche Führungskräfte und solche, die es werden wollen.

In Folge 166 ruft Olaf zur Blogparade zum Thema „kleine und Große Ziele“, an der ich mich sehr gerne mit meinen Gedanken beteilige.

Große Ziele?

Most people overestimate what they can do in a year and underestimate what they can do in two or three decades.

— Tony Robbins

Ich liebe große Ziele. Das Zitat von Tony Robbins erinnert mich regelmäßig daran, das Leben als lange Wanderung zu sehen und nicht als Sprint oder Marathon.

Das hat für mich zwei Gründe. Wenn das Ziel nicht groß genug ist, dann beginne ich fast immer mit der konkreten Planung. Ich überlege mir die nächsten Schritte und habe eine ungefähre Vorstellung, wann ich das Ziel erreicht haben will. Ich fokussiere mich damit immer mehr auf den Weg und weg vom Ziel.

Der zweite Grund ist verhältnismäßig banal. Große Ziele inspirieren und begeistern mich einfach mehr, vor allem, sobald ich sie erreicht habe. Erst gestern habe ich einen Beitrag von Harald Philipp beim E.O.F.T. gesehen, der über das Verlassen der Komfortzone sprach. Je seltener wir versuchen, die Blase auszudehnen, die unsere Komfortzone darstellt, desto kleiner erscheint sie uns mit der Zeit. Und meine Blase soll mir genug Freiheit bieten.

Du selbst bist der Maßstab

Die Bewertung, ob ein Ziel groß ist, kannst Du nur selbst vornehmen. Eines meiner Ziele ist ausreichend finanziellen Spielraum zu besitzen, um mich jedes Jahr mindestens 4 Monate ausschließlich meiner Familie widmen zu können inkl. Reisen.

Für einige Menschen ist dies heute schon Realität, von einem großen Ziel kann also keine Rede sein? Nun, für mich schon. Immerhin erfordert dieses Ziel, dass ich mein Leben anders gestalte als bisher, um dort anzukommen.

Große Ziele mögen vielleicht nach viel Aufwand klingen und viel Aufwand verschieben wir gern einmal in die Zukunft. Fang trotzdem heute an.

Kleine Ziele? Nein danke!

Ich habe für mich mal die These aufgestellt, dass kleine Ziele auch weniger Beachtung erhalten. Entweder weil sie uns vermeintlich einfach erscheinen oder weil sie einfach von anderen Dingen verdeckt werden.

Nehmen wir hier einmal die Analogie zum abendlichen Sternenhimmel. Angenommen die Sterne sind kleine Ziele und der Mond ist ein großes Ziel. Es reicht einmal kurz den Blick abzuwenden. Den Mond werde ich wiederfinden, einen einzelnen Stern eher nicht.

Ein Vorteil kleiner Ziele könnte sein, dass ich sie schneller erreiche. Und weil die Ziele kleiner sind, kann ich auch mehrere davon gleichzeitig bearbeiten. Nur, wie groß ist meine Kapazität und neige ich vielleicht dazu, mir mehr kleine Ziele zu setzen als ich gleichzeitig bearbeiten kann?

Und wenn Tony Robbins recht hat und wir kleine Ziele auch noch überoptimistisch planen, was hat das für Auswirkungen auf unsere langfristige Motivation, wenn sich die Erfolge nicht wie erwartet einstellen?

Große Ziele erreichen? Ja, bitte!

Ich habe deshalb für mich beschlossen, dass ich mir lieber wenige und dafür große Ziele setze. Es ist für mich dann leichter, den Kurs auf das Ziel zu halten. Auch wenn der Weg zum Ziel vermutlich etwas länger sein wird und mir gelegentlich noch Menschen begegnen, die das Erreichen sogar als unmöglich ansehen. Zumindest früher begegneten mir diese Menschen.

Bisher konnte ich noch jedes große Ziel früher erreichen, als ich es mir ursprünglich vorgestellt habe. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich keinen genauen Zeitplan hatte, sondern einfach kontinuierlich meinen Weg gegangen bin und Menschen kennengelernt habe, die mich unterstützen oder inspirieren.

Und natürlich verändern sich Ziele und Prioritäten auch über die Zeit. Und mit jedem erreichten Ziel können wir uns größere Ziele setzen und unsere Erfolge feiern, ähnlich einem Muskel, der regelmäßig trainiert werden will.

Als Inspiration empfehle ich dazu das Buch „The One Thing“ von Gary Keller. Gary spricht in dem Buch viel über die eine Sache, durch die alles andere einfacher oder überflüssig wird. Und die deshalb auch meine höchste Priorität genießen sollte.

Mein Fazit

Lieber groß planen und begeistert den Weg beschreiten.

Hast Du große Ziele, die Dich begeistern? Oder gelingt es Dir eher, kleine Ziele schnell zu erledigen? Schicke mir Deine Anregungen gern per E-Mail.

Und schaue Dir Doch bei Gelegenheit mal den TED Talk von Simon Sinek an.