• Wie geht es Dir?

    Mein Ziel mit diesem Blog ist es, Dich bei der Gestaltung Deines Lebens zu unterstützen. Mich interessiert, vor welchen Herausforderungen Du Dich siehst und ob Du Dir bereits über Deine Ziele für dieses Jahr im Klaren bist?

    Gemeinsam ans Ziel

    Dich mit anderen Menschen über Deine Ziele auszutauschen bietet Dir verschiedene Vorteile:

    1. Dein Umfeld kann Dich beim Erreichen Deiner Ziele unterstützen. Du hast sicher auch schon anderen Menschen geholfen und weißt deshalb aus eigener Erfahrung, wie gut sich diese Unterstützung anfühlen kann.
    2. Dein Umfeld kann Dich an Deine Ziele erinnern. Leider kann unser Geist nur schwer selbst priorisieren. Oftmals ist das neuste Ding, auch worauf wir unseren Fokus richten. In dem Du Dich regelmäßig an Deine Ziele erinnern lässt, fällt es Dir einfacher die Prioritäten zu setzen.
    3. Jemand kennt bereits den Weg. Ich glaube immer mal wieder, dass meine Probleme einzigartig sind. Sind sie jedoch nicht. Menschen zu finden, die meine oder Deine Probleme bereits gelöst haben bzw. Deine Ziele erreicht haben, kann Dir viel Zeit und Mühe sparen.

    Große, klare und motivierende Ziele

    Damit Du in den Genuss dieser Vorteile gelangst, brauchst Du natürlich klare Ziele, die Dich motivieren und begeistern. (Meine Sicht zur Bedeutung großer Ziele findest Du in diesem Artikel.) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass je mehr jemand von seinen Zielen begeistert war und sich mit anderen Menschen darüber ausgetauscht hat, desto mehr Unterstützung hat er aus seinem Umfeld erhalten, und meist auch schneller als ihm lieb war.

    Lass Dich nicht aufhalten

    Der Jahresanfang ist geradezu prädestiniert dafür, mit viel Motivation und großen Aufgaben in das neue Jahr zu starten. Ich habe mich in der Vergangenheit immer mal wieder ertappt, dass ich bereits Ende Januar an einigen meiner Jahresziele zu zweifeln begann. Irgendwie war die Zeit wie im Flug vergangen und ich hatte wenig umgesetzt. Mir hat dann geholfen, regelmäßig Tagebuch zu schreiben und einzutragen, was ich umgesetzt und erreicht habe. Außerdem habe ich immer wieder reflektiert und mich an meine Ziele für das Jahr, den Monat oder die Woche erinnert.

    Erst später wurde mir bewusst, dass ich mich vielen Ziele wie auf Autopilot genähert habe, durch gute Kontakte aus meinem Netzwerk, Unterstützung von Freunden oder auch ein wenig Glück bzw. Hilfe vom Universum.

    A year from now you may wish you had started today.

    — Karen Lamb

    Deshalb mache Dir gerne bewusst, ob Du Dich bereits auf dem richtigen Weg befindest und dies einfacher nur öfter wahrnehmen solltest. Oder mache Dich heute noch auf den Weg.

    Und auch die kleinen Erfolge im Jahr sind es wert gewürdigt zu werden. Ich habe beispielsweise die erste Woche im Januar zum Auf- und Ausräumen genutzt und jetzt wieder Platz für neue Bücher oder technische Gadgets. Auch meine Steuerunterlagen sind bereits fertig und warten nur noch darauf, ins Tool eingetragen zu werden. Meine Elternzeit, berufliche Weiterentwicklung in Form von Seminaren und Barcamps bzw. Masterminds sind ebenfalls bereits geplant. Und ebenfalls ein weiteres Onlineprojekt. Wenn ich meine Pläne so umsetze, dann wird 2018 ein sehr gutes Jahr.

    Und Du kannst das auch!

    Schreibe mir gern, wie ich Dich bei der Gestaltung Deines Lebens unterstützen kann. Ich freue mich auch über Anregungen und Kommentare per Email.

  • Handeln statt gute Vorsätze

    Der Jahreswechsel steht vor der Tür und mit ihm kommen im neuen Jahr erfahrungsgemäß viele gute Vorsätze: ich will mehr Sport treiben, mich gesünder ernähren, endlich mal den Keller aufräumen, die Garage entrümpeln oder endlich mal fürs Alter vorsorgen. Wie schaffe ich es nun ins Handeln zu kommen und nicht bereits nach 2 Wochen diese Ziele wieder zu beerdigen?

    Wenn du tust, was du immer getan hast, dann wirst du bekommen, was du immer bekommen hast.

    — Tony Robbins

    Dir steht bereits alles zur Verfügung

    Nimm Dir eine Aufgabe, die Du schon länger erledigen willst. Ich nutze beispielsweise die erste Woche im Januar, um bei mir aufzuräumen. Du wirst vermutlich wissen, dass das Gehirn sich Prozesse nur sehr schwer konkret vorstellen kann. Der Vorgang „Aufräumen“ wird sich wie ein großer Berg vor Dir aufbauen und vermutlich Dinge beinhalten, die Dir beim Aufräumen nie in den Sinn gekommen wären. Vielleicht gleich noch die Fliesen im Bad richten, ein neues Regal bauen, das Auto putzen usw. Und Schwupp erscheint die Aufgabe so riesig, dass es vielleicht doch besser wäre, erst nächstes Wochenende damit zu beginnen? Woher soll die Zeit dafür kommen?

    Nein. Versuche doch einfach mal, kleinere Etappen zu planen und Dir konkrete Ergebnisse vorzustellen. Also erst einmal alle nicht passende T-Shirts sind aussortiert, am besten nach „will ich wieder reinpassen“ oder „geht in die Kleiderspende“. Hier findest Du vielleicht auch gleich die Motivation im Anschluss noch joggen zu gehen, wenn Du ansonsten richtig cooles Zeug aussortieren müsstest.

    Bei der Steuererklärung läuft es bei mir ähnlich. Ich sammle über das Jahr alle Rechnungen in einem Pappkarton. In der ersten Januarwoche schaue ich dann die Rechnungen durch und sortiere nach Steuer, Garantie oder Müll. Für die Garantiebelege nehme ich eine Klarsichthülle, schreibe das Jahr drauf und hefte sie ab. Gleichzeitig entsorge ich typischerweise die Garantiebelege, die älter als 3 Jahre sind, nur in Einzelfällen hebe ich sie auch länger auf.

    Die Steuerbelege sortiere ich nach Weiterbildung/Werbungskosten, Einkommen aus Zinsen/Dividenden, Gesundheitsausgaben, Aufwendungen für Handwerker, Versicherungen usw. Dann brauche ich das nur noch ins Steuerprogramm eingeben und fertig. Hin und wieder arbeitete ich mich mal in neue Themen ein, die dann vielleicht mal ein Wochenende in Anspruch nehmen.

    Vermeide Ablenkung

    Wir leben in einer Welt mit Überfluss an Informationen. Du brauchst nur mal nach „what happens online in 60 seconds“ suchen, wenn Du min. 3 Minuten freie Zeit hast. Ich fand es früher schwer, einfach mal anzufangen anstatt weiter darüber zu lesen. Und selbst heute ertappe ich mich immer mal wieder, dass ich eher schon den nächsten Artikel lese oder zum nächsten Buch greife, anstatt das gerade erlangte Wissen anzuwenden.

    Dir wird es vielleicht ähnlich gehen. Du hast meinen Blog gefunden, weil Du Dich weiterentwickeln, Deine Ziele erreichen und Dein Leben selbst gestalten willst. Am Ende wird über Deinen Erfolg entscheiden, ob Du die ersten Schritte unternimmst oder Dir den nächsten Blog oder das nächste Buch vornimmst. Ich hoffe auf ersteres. Es lohnt sich.

    Das habe ich gelernt, als ich selbst mit Investieren begonnen habe. Ich eignete mir Basiswissen an, eröffnete ein Depot und kaufte einfach mal für 200 Euro Indexfonds. Natürlich war mir bewusst, dass ich in 2 Jahren auf diese Entscheidung zurückblicke und vieles besser wissen würde. Vielleicht unterlaufen mir auch richtige Fehler. Nur die Alternative hätte beinhaltet, dass ich mir weiterhin Wissen aneigne, bis ich mal einen Punkt erreiche, an dem ich dann hätte starten können. Nur so einen Punkt gibt es nicht. Je mehr wir lernen, desto mehr finden wir, was wir noch nicht wissen.

    Im letzten Artikel bin ich darauf eingegangen, dass Du Deine wichtigste Ressource bist und Du daran arbeiten darfst, Dich weiterzuentwickeln. Und am meisten wirst Du lernen, wenn Du einfach mal anfängst.

    Wären meine Fonds heute nichts mehr wert, dann wäre dies mein Lehrgeld, denn noch einmal würde mir dies dann vermutlich nicht passen. In 2 oder 3 Jahren werde ich auch auf meine ersten Blogartikel zurückblicken und wissen, was ich hätte noch besser machen können. Nur, ohne den Blog zu starten, würde ich dieses Wissen niemals in dieser Form besitzen – nur theoretisch, nicht praktisch anwendbar.

    Ein motivierendes Ergebnis

    Ich habe die Erfahrung erlebt, dass viele kleine Erledigungen ein sehr positives Gefühl verursachen. Das erste große Aufräumen und Entsorgen in meinen Sachen hat bei mir so viel Energie freigesetzt, dass ich heute, 3 Jahre später, praktisch immer noch davon zehre und immer voller Euphorie ans Aufräumen gehe. Ich erwarte danach Platz für Neues zu haben. Alle Dinge, die ich mir angeeignet habe, brachten mich zu diesem Punkt im Leben. Ich brauche sie jedoch in den meisten Fällen nicht mehr, um weiterzukommen. (Leseempfehlung dazu: Marshall Goldsmith: What got you here wont get you there).

    Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches neues Jahr 2018

    Mit diesem Artikel verabschiede ich mich in den Weihnachtsurlaub und wünsche Dir frohe Weihnachten, erholsame und besinnliche Feiertage mit Familie und Freunden und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Der nächste Blog Post wird in 4 Wochen erscheinen und ich freue mich, wenn Du spätestens dann wieder vorbeischaust. Oder melde Dich einfach für meinen Newsletter an, den ich im neuen Jahr regelmäßig verschicke und der noch mehr wertvolle Tipps für Deine Lebensgestaltung enthalten wird.

    Nutze die Zeit, um Dir große Ziele für Dein Leben vorzunehmen und sie dann umzusetzen.

    Schicke mir gern Deine Kommentare und Anregungen per Email.

  • In Dich selbst investieren

    Das neue Jahr steht vor der Tür und damit ist jetzt der beste Zeitpunkt, Dir zu überlegen, wieviel Du 2018 in Dich selbst investieren willst.

    Vorher muss ich noch … tun

    Mir fällt es heute viel leichter, meine eigenen Ziele in den Vordergrund zu stellen. Wenn Du tiefer in das Thema Ziele einsteigen willst, dann lies doch einfach diesen Artikel.

    Warum das früher anders war, lässt sich auf vielfältige Weise begründen und Studien zu diesem Thema füllen vermutlich ganze Bücherregale. Letztendlich sind sie für mich jedoch nicht wichtig, denn die Ursache kann nur bei mir selbst liegen:

    Punkt 1: Mir fiel es schwer, zu anderen Menschen nein zu sagen. Vor allem, wenn ich stattdessen etwas für mich selbst hätte tun wollen. Zum Beispiel ein Buch lesen, statt abends mit Kollegen etwas Trinken gehen.

    Punkt 2: Ungewissheit fühlte sich nicht gut an. Wenn ich 200 Euro in eine Aktie investiere, woher weiß, ob dies langfristig eine gute Entscheidung ist? Vielleicht verliere ich das Geld und habe dann gar nichts. Dann doch lieber mit dem Geld ins Kino gehen oder schön essen.

    Punkt 3: Eine kurzfristige Belohnung begeisterte mich meist mehr als ein (vielleicht viel besseres) Ergebnis in der Zukunft. Die Couch ist viel einladender und vielleicht kommt gerade auch ein Film, den ich schon lange sehen wollte. Ich kann ja auch morgen noch Laufen gehen.

    Prokrastination (extremes Aufschieben)

    Damit mir dies bewusst wurde, brauchte ich erst einmal Zeit, mich selbst zu beobachten und zu reflektieren. Es kann sehr einfach sein, den Tag mit Beschäftigung zu füllen, morgens aufstehen, zur Arbeit gehen, abends erschöpft vor den Fernseher und dann ins Bett. So vergehen Tage, Wochen, Monate, Jahre.

    Ich hatte das Gefühl, dass das Leben auf Autopilot mit mir unterwegs war. Anstatt mein Leben zu gestalten, war ich nur Statist. Das hatte sogar Vorteile, denn ich musste mich nicht selbst dafür verantwortlich fühlen, wenn etwas nicht wie erhofft verlief. Nur wie komme ich hier heraus?

    Aller Anfang ist schwer

    Aus der Ruhe in Bewegung zu kommen erfordert ein hohes Maß an Energie. Danach schneller zu werden, ist da deutlich einfacherer. Wenn wir vorher noch in die falsche Richtung unterwegs sind, sollten wir zuerst abbremsen.

    Die ersten beiden Schritte für mich waren, zu bestimmen, wo ich eigentlich bin und wo ich hinmöchte. Dafür brauchte ich Zeit und so verkürzte ich meine Schlafenszeit, erst um 15min, dann 30min und dann 1 Stunde.

    Diese 1 Stunde am Morgen investierte ich in meine Standortbestimmung, meine Ziele, Meditation und persönliche Weiterentwicklung durch Bücher. Dabei geholfen hat mir das Buch von Hal Elrod „Miracle Morning“.

    Ich konnte immer besser entscheiden, welche Ziele ich warum erreichen wollte und welche Fähigkeiten oder Unterstützung ich dafür benötigte.

    Meine Bücherliste wuchs und so investierte ich am Anfang etwas Zeit, um meine Lesegeschwindigkeit zu erhöhen. Auch hier kann ich eine Leseempfehlung geben: Schneller lesen, besser verstehen.

    Jetzt investieren und in Zukunft ernten?

    In der Landwirtschaft nutzen wir diese Praxis schon lange erfolgreich. Ein Teil der Ernte dient als Saat im nächsten Jahr und liefert damit eine neue Ernte. Ohne diese Investition muss ich vermutlich hungern oder mir Nahrung kaufen.

    Warum also nicht heute etwas Lebenszeit in Sport investieren und damit länger von einem gesunden Körper profitieren?

    Erschwerend kommt vielleicht hinzu, dass ich die erste Zeit meist wenig Fortschritt beobachten kann. Hier hilft mir ein motivierendes Ziel, um diese Anfangsphase durchzustehen. Auch aus einem Samen wächst erst langsam eine Pflanze und später vielleicht ein kräftiger Baum.

    Und auch an dieser Stelle kann ich investieren und die Erfahrung von Menschen nutzen, die denselben Weg schon einmal beschritten haben und mir dabei helfen, weniger Fehler zu machen und schneller voran zu kommen – sei es ein Coach, ein Mentor oder eine Dienstleistung.

    Oder ich investiere meine eigene Lebenszeit und probiere es selbst aus.

    Fange heute an, in Dich zu investieren

    Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt.

    — Sprichwort

    Ich hoffe, ich konnte Dich motivieren, über Deine Ziele nachzudenken und Dir zu überlegen, wie Du sie erreichen möchtest.

    Schicke mir gerne Anregungen oder Kommentare per E-Mail.

  • Warum ich?

    In diesem Artikel gehe ich darauf ein, wie wir durch die Wahrnehmung unserer Umwelt unsere Realität beeinflussen (können) und weshalb die Frage „Warum ich?“ uns dabei nicht hilft.

    Ich ertappe mich selbst immer mal wieder dabei, wie ich mich über Dinge in meinem Alltag beschwere, die ich allerdings nicht beeinflussen kann.

    Ein einfaches Beispiel ist hier der Stau auf dem Weg zur Arbeit, der verpasste Anschlusszug oder ein ausgefallener Flug. Die Frage, warum das gerade mir passiert und meistens auch noch dann, wenn ich es ohnehin eilig habe und vielleicht schon etwas spät dran bin, liegt auf der Hand.

    Warum ich?

    Typischerweise hat jeder von uns schon diese Situationen erlebt und sich darüber geärgert. Ich erfahre also Zuspruch, wenn ich anderen Menschen davon berichte und Bestätigung, z.B. darüber, wie ungerecht die Welt doch ist.

    Diese Bestätigung kann sich gut anfühlen und ein verbindendes Element der Gemeinschaft mit meinem Gegenüber schaffen.

    Wie geht es weiter?

    Ich habe diese recht ärgerliche Erfahrung am Ende doch noch mit etwas Positivem verknüpfen können. Unterbewusst beginne ich jetzt, Situationen, die mich ärgern, stärker wahrzunehmen, denn ich kann sie dazu nutzen, Zuspruch von anderen Menschen in meinem Umfeld zu erhalten.

    Und das wird dazu führen, dass ich noch mehr vergleichbare Situationen wahrnehme oder vielleicht sogar meine Bewertung anpasse. Also mich über Ereignisse zu ärgern, die ich neutral oder sogar erfreulich wahrgenommen habe.

    Gute Idee?

    Aus meiner Sicht eher nicht. Vor allem nicht auf dem Weg zu einem glücklichen und selbstbestimmten Leben. Und ich würde auch niemand in meiner Nähe haben wollen, der immer nur das Haar in der Suppe findet.

    Was wäre die bessere Idee?

    Wichtig sind nicht die Ereignisse, sondern wie wir darauf reagieren. Tatsächlich kann ich einem Stau mittlerweile positives abgewinnen.

    Das beginnt damit, dass ich immer genügend Puffer einplane und damit selbst unvorhergesehene Ereignisse meine Pünktlichkeit kaum beeinflussen. Außerdem höre ich im Auto Hörbücher oder Podcasts und meine Liste ist noch sehr lang. Mehr Zeit im Auto bedeutet also auch, dass ich mir mehr neues Wissen aneignen kann und darüber freue ich mich.

    Fake it until you make it

    Letztendlich hat es auf den Stau auch keinen Einfluss, ob ich mich ärgere oder fröhlich bin. Ich kann mich also auch direkt entscheiden, fröhlich zu sein und diesen Gemütszustand vom Stau nicht beeinflussen zu lassen. Nicht fröhlich zu sein, weil ich im Stau stehe, jedoch fröhlich zu sein, obwohl ich im Stau stehe.

    Veränderung?

    Ähnlich wie die Kaskade mit negativen Ereignissen, führt die positive Einstellung bei mir dazu, dass ich immer mehr Dinge um mich herum wahrnehme, an denen ich mich erfreuen kann. Beispielsweise wenn mich im Supermarkt jemand vorlässt, wenn ich morgens in einen herrlichen Sonnenaufgang fahre oder wenn meine Tochter mich anlächelt.

    Fazit

    In welchen Situationen hast Du Dich bisher geärgert und gefragt, warum das ausgerechnet Dir widerfahren ist? Siehst Du Möglichkeiten, diese Situationen positiv zu nutzen? Und falls nicht, probiere doch einfach mal trotzdem fröhlich zu bleiben, vielleicht mit guter Musik.

    Wenn Du Anregungen und Kommentare oder Fragen zu diesem Thema hast, dann schicke mir doch gern eine Email.

  • Kleine Schritte sind kein Verrat am Ziel

    In diesem Artikel erfährst Du, wie ich neue Routinen, neue Systeme und neue Verhaltensweisen in meinem Leben aufbaue und motiviert dran bleibe.

    Most people overestimate what they can do in a year and underestimate what they can do in two or three decades.

    — Tony Robbins

    Die Auswahl

    Vieles von dem was wir tun, passiert unterbewusst und damit unbewusst. Das ist erst einmal sehr nützlich, ansonsten würden wir vielleicht umfallen, weil wir vergessen zu atmen oder Verstopfung erleiden, weil wir dem Darm nicht das Kommando zum Verdauen geben.

    Weniger hilfreich ist dieser Umstand, wenn wir uns im Alltag von Glaubenssätzen und Verhaltensweisen lenken lassen, ohne uns derer bewusst zu sein. Vor allem, wenn uns diese nicht bei unseren Zielen unterstützen.

    Mein erster Schritt (und dies ist ein kontinuierlicher Prozess) war also, mich selbst zu beobachten und zu analysieren, welche Verhaltensweisen und Glaubenssätze mich im Alltag unbewusst steuern. Neben der Selbstreflexion hilft hier auch Feedback vom Partner, Kollegen und Freunden bzw. ein Coach.

    Veränderungen brauchen Zeit

    Ein Beispiel: Vor einiger Zeit habe ich erlebt, dass meine Besprechungen viel erfolgreicher sind, wenn ich den Raum mit einem Lächeln betrete, selbstbewusst auftrete und den Menschen in die Augen sehe. Ich habe mir dann überlegt, wie ich immer dran denken kann. Denn damals war die Zeit zwischen den Meetings praktisch nicht vorhanden und ich war unter Zeitdruck.

    Ein Anker musste her, der mir hilft, mich an dieses Verhalten zu erinnern. Ich wählte das Durchqueren eines Türbogens.

    Die erste Übung war also den Türbogen zu sehen und mich dann aufzurichten (gerader Rücken), lächeln, Blick nach vorne richten und die Menschen anschauen (wenn gerade welche anwesend waren).

    Am Anfang funktioniert es eher nicht

    Die erste Zeit habe ich mich abends erinnert, wie oft ich dies am Tag angewendet hatte. Und die Zahl war meist null. Nur, ich kenne ja die Räumlichkeiten und somit die Türen. Ich nahm mir also konkret für den nächsten Tag ein Meeting vor, bei dem ich mich aufrichte, lächle und den einzelnen Menschen im Raum kurz in die Augen sehe. Und es hat funktioniert. Und die Besprechung lief super. So fiel es mir leicht, die Motivation zum weitermachen zu haben.

    Danach ist mir immer häufiger aufgefallen, dass ich den Türbogen wahrnahm, nachdem ich durchgegangen war. Die hatte also die erste Kompetenzstufe erklommen, ich war von unbewusster Inkompetenz zu bewusster Inkompetenz vorangeschritten.

    Es dauerte dann wiederum einige Zeit bis ich die Türbögen sah bevor ich durch sie hindurch lief. In diesem Moment vollführte ich bewusst das Aufrichten, das Lächeln und das Heben meines Kopfes. Ich bewegte mich auf der zweiten Stufe, der bewussten Kompetenz.

    Bleib am Ball

    Heute fallen mir die Türbögen gar nicht mehr auf. Ich führe das Verhalten unterbewusst aus und kann mich dabei wieder auf andere Dinge konzentrieren.

    Ähnlich verhält es sich beispielsweise beim Kampfsport. Typischerweise unterscheiden sich die einzelnen Gurte, Grade oder sonstigen Stufen nicht an Repertoire. Doch wo der Neuling seine Aufmerksamkeit auf die richtige Ausführung lenken muss und dabei schon einmal den Gegner aus dem Auge lässt, hilft dem Fortgeschrittenen die häufige Wiederholung, dies unterbewusst auszuführen und ein vorher eingeübtes Programm auszuführen, dass deutlich weniger Aufmerksamkeit bindet. Den Gegner kontinuierlich beobachten fällt hier bereits deutlich leichter.

    Du selbst bist das Maß

    Vor etwa 3 Jahren habe ich mit Pilates begonnen. Meine Trainerin hat mich direkt darauf eingestimmt, dass ich etwa 10 Trainingseinheiten brauchen werde bis ich einigermaßen die Übungen kenne und nicht ständig „abschauen“ muss. Sobald mir das gelingt, kann ich in den nächsten 10 Einheiten die richtige Ausführung lernen und schließlich in den nächsten 10 Einheiten auch die Atmung mit einfließen lassen.

    Ich habe mich die ersten Male sehr frustriert gefühlt. Mit ging schon nach wenigen Übungen bzw. Wiederholungen die Kraft aus, während die übrigen Kursteilnehmer scheinbar problemlos mithalten konnten.

    Zum Glück habe ich irgendwann realisiert, dass ich mich nicht mit den anderen vergleichen sollte, die schon einige Jahre dabei sind, sondern meine eigenen Fortschritte anerkennen und darauf Motivation schöpfen.

    Ich habe mich dann immer auf die nächste Stunde konzentriert, bin im Anschluss die Übungen noch einmal durchgegangen und habe mir gemerkt, wo ich noch besser werden kann.

    Und so nach und nach hatte ich auch während der Übung das Gefühl, dass ich prüfen konnte, ob ich die richtige Haltung einnahm, ob die Atmung passt, ob der Bewegungsablauf stimmt. Außerdem schaffe ich deutlich mehr Wiederholungen und höhere Schwierigkeitsgrade.

    Immer eine Sache auf einmal

    Ich neige dazu, gerne mehrere Dinge gleichzeitig zu tun; zum Beispiel mehrere Bücher gleichzeitig zu lesen. Das heißt aber auch, dass ich deutlich länger benötige, um ein Buch abzuschließen, da ich weniger Zeit zur Verfügung habe.

    Bei meiner persönlichen Weiterentwicklung versuche ich dies zu vermeiden. Bei Veränderungen wird es immer mal Durststrecken geben, in denen einfach aufhören reizvoller erscheint als sich „durchzubeißen“. Diese Idee stammt aus dem Buch „The One Thing“ – nämlich, dass die Aufmerksamkeit immer darauf liegen sollte, womit alles andere leichter oder überflüssiger wird.

    Und je eher dies erreicht ist, desto mehr Ressourcen stehen für die nächsten Veränderungen zur Verfügung.

    Wie motivierst Du Dich, um Dich persönlich weiterzuentwickeln? Wie gehst Du vor, um Schwerpunkte Deiner persönlichen Weiterentwicklung zu setzen? Und wie überprüfst Du, ob Du auf dem richtigen Weg bist?

    Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, dann schicke mir gern eine Email.