• Masterminds

    Mit wem tauschst Du Dich über Deine Interessen aus? Fühlst Du Dich im Anschluss an diese Gespräche eher unterstützt oder entmutigt? Hast Du schon Erfahrungen mit Masterminds?

    Falls Du noch nicht davon gehört hast: Was ist eine Mastermind überhaupt genau? Eine Mastermind Gruppe beschreibt ein Treffen von Menschen, die sich gegenseitig bei Problemen helfen und Ratschläge geben. Wir alle haben verschiedene Interessen, Hobbies und Fähigkeiten. Jim Ron, ein bekannter Autor und Unternehmer, glaubt, dass Du der Durchschnitt der fünf Menschen bist, mit denen Du am meisten Zeit verbringst. Daher ist es hilfreich, einen Freundes- und Bekanntenkreis zu haben, der Deine Interessen teilt. Sollte dies für einige Themen nicht möglich sein (typischerweise Geld, Investieren und persönliche Weiterentwicklung), kann eine Mastermind hier eine Alternative bieten.

    Was ist eine Mastermind?

    Im Gegensatz zum Coaching oder Mentoring besteht eine Mastermind aus Menschen, die in einem bestimmten Gebiet oder zu einem bestimmten Thema auf einem ähnlichen Erfahrungslevel stehen und sich so gegenseitig auf dem weiteren Weg unterstützen können. Hierbei geht es nicht darum, blind einen Ratschlag zu folgen. Diese Treffen sollen Dir helfen, indem Dir verschiedene Perspektiven aufgezeigt werden. Auf keinen Fall solltest Du Dich in Detailfragen verlieren oder die Meinung eines anderen zu ernst nehmen. Letztendlich dienen sie zur Inspiration und Hilfestellung und sind keine ultimative Lösung für Deine Herausforderungen.

    Welche Vorteile hat sie?

    Der Austausch mit anderen kann hilfreiche Ideen zum Vorschein bringen, an die Du selbst nicht gedacht hättest oder auf die Du wahrscheinlich erst sehr spät gekommen wärst. „Außenstehende“ sehen die Situation immer mit anderen Augen und können sie ohne Emotionen bewerten. Vielleicht findest Du sogar eine sehr simple Lösung für Dein Problem, an die Du einfach noch nicht gedacht hast.

    Masterminds leben von einem respektvollen Umgang miteinander und vom Vertrauen der Gruppenmitglieder. Jeder bestimmt selbst, wie viel er von seiner Situation teilt und sollte sich dann sicher sein, dass das Besprochene im Raum bleibt.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass nichts bindend ist. Es geht darum, die Welt jedes einzelnen mit neuen Ideen und Gedanken zu bereichern. Dennoch liegt die Entscheidung in den eigenen Händen und Du kannst selbst bestimmen, welche Informationen und Ratschläge Du berücksichtigst. Der Schlüssel hierbei ist, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und ständig Neues auszuprobieren. Ob Du beispielsweise eine Immobilie kaufst oder lieber mietest, ist am Ende des Tages Deine eigene Entscheidung und sollte an deine persönliche Situation angepasst werden, auch wenn du von deiner Mastermind Gruppe andere Ratschläge bekommen hast.

    Wie wende ich all das in meinem Leben an?

    Durch die Fehler anderer korrigiert ein weiser Mensch seine eigenen.

    Nimm Dir die Zeit für Dich selbst und überlege, was Dich in Deinem Leben interessiert, bei dem Du gerne Unterstützung hättest. Würde Dir eine Mastermind hier weiterhelfen?
    Manchmal ist ein Coaching oder Mentoring auch der bessere Start, wobei sich diese drei Varianten exzellent ergänzen können.

    Am besten ist es, wenn Du es einfach mal ausprobierst. Wenn Du keine passende Mastermind in Deiner Umgebung findest, kannst Du diese Treffen online per Skype durchführen, was meist wunderbar funktioniert. Eine weitere Option ist, Dir andere interessierte Menschen zu suchen und Deine eigene Gruppe zu starten.

    Zu guter Letzt noch eine Buchempfehlung: schon Napoleon Hill stellte in seinem Buch „Think and Grow Rich” die Vorteile von Masterminds heraus und dokumentierte, wie erfolgreiche Unternehmer den Austausch mit anderen Menschen für ihre eigene Weiterentwicklung nutzen.

    Auch meine eigenen Erfahrungen mit Masterminds sind durchweg positiv und sie haben mich meine Ziele schneller erreichen lassen. Einige Ideen erschienen mir anfangs nicht hilfreich, letztendlich waren sie jedoch genau richtig.

    Wenn Du Anregungen oder Kommentare zu diesem Thema hast, dann schreibe mir gerne eine E-Mail.
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  • Wie erfolgreich bist Du darin, Glück zu haben?

    Glaubst Du, dass Du Dein Glück beeinflussen kannst oder dass es einfach so zu Dir kommt? Welche Antwort wäre Dir lieber?

    Zufälliges Glück

    Viele Menschen sind der Überzeugung, dass Glück zufällig auftritt. Woher kommt dieser Glaube?
    In einem vorherigen Artikel habe ich erwähnt, wie harte Arbeit angeblich zu Erfolg führt, welcher wiederum glücklich machen soll. Trotzdem fühlen sich laut einer Umfrage des Gallup Instituts 2 von 3 Befragten generell unzufrieden. Ist härtere Arbeit wirklich die Lösung dafür?

    Wenn wir an erfolgreiche Menschen denken, sehen wir meist nur das Ergebnis und nicht die harte Arbeit und die Risiken, die sie eingehen mussten, um ihr Ziel zu erreichen. Ebenso hören wir selten von Menschen, die nach Fehlschlägen aufgegeben haben. Für einen Außenstehenden kann es so aussehen, als ob der erfolgreiche Mensch einfach Glück im Leben hatte, da er die richtige Idee zur richtigen Zeit mithilfe der richtigen Unterstützungen verwirklicht hat. Wieviel davon ist wirklich Glück? Oft haben wir ein Ziel, das wir nicht erreichen, obwohl wir hart dafür arbeiten. Vielleicht liegt das daran, dass wir einen eingeschlagenen Weg ungern ändern, auch wenn er in die Leere führt. Erfolgreiche Menschen wissen, dass wir andere Möglichkeiten haben, wenn etwas nicht funktioniert. Sie probieren so lange verschiedene Wege aus, ohne das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren, bis sie dort angekommen sind. Wieviel hat das mit Glück zu tun?

    Wem versuchst Du nachzueifern?

    Ich lasse mich gerne von Menschen inspirieren, die das was ich erreichen will, schon erreicht haben. Ich informiere mich über ihr Leben und lese ihre Biografien und Erfolgsgeschichten. Ich filtere heraus, was für mich Relevanz besitzt. Ihre Glaubenssätze und Überzeugungen sind auf Erfolg ausgerichtet und können mir bei Problemen oder Herausforderungen helfen, meine Perspektive verändern um sie auf einen langfristigen Zeitraum auszurichten.

    Oftmals blicke ich zurück und sehe, dass bestimmte Ereignisse wenig mit Glück zu tun hatten. Als ich den neuen Job gefunden habe, war es Glück oder die Zeit und Energie, die ich in Kontaktpflege, Vorbereitung und Vorstellungsgesprächen gesteckt habe?
    Wir lernen durch Wiederholung und aus Fehlern. Erkennst Du Muster in den Bereichen, in denen Du aus der Sicht anderer Menschen vielleicht viel Glück hast? Wie ist es zu dieser Situation gekommen?

    Woher kommt Dein Glück?

    Die meisten Menschen werden leider nach dem gesellschaftlichen Verständnis des Wortes nie erfolgreich sein, aber Du musst nicht einer von ihnen sein.

    Nimm Dir die Zeit und tausche Dich mit den Menschen in Deinem Umfeld aus. Wo hast du in ihren Augen Glück im Leben? Erkennst du das Muster dahinter? Wie kam es zu dieser Situation und was hast du dazu beigetragen? Wie sind deine Glaubenssätze gegenüber diesen Situationen?
    Vielleicht findest Du einen Weg, diese Muster auf die Lebensbereiche zu übertragen, in denen Du gerne mehr Glück hättest.
    Du kannst Glück planen, vielleicht nicht den genauen Zeitpunkt, jedoch das Eintreten von positiven Ereignissen.

    Wie Benjamin Franklin einst sagte: „Fleiß ist die Mutter des Glücks“.

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  • Was macht uns gesund und glücklich?

    Ich bin auf einen interessanten Ted Vortrag (Link) gestoßen, der eine Studie zum Thema Glück vorstellt.

    Es wurden 22-37 Jahre alte Personen nach ihren Lebenszielen befragt und über 80% antworteten, dass ihnen finanzieller Reichtum am wichtigsten ist. Circa 50% der Befragten glaubten, dass man durch Ruhm glücklich wird. Doch was macht uns wirklich gesund und glücklich?

    Der Psychiater Robert Waldinger ist der Leiter der Harvard Studie „Adult Development“ (Entwicklung von Erwachsenen), die nun schon seit 75 Jahren fortgesetzt wird und somit die längste ihrer Art ist. Sie begann in den 1930er Jahren und dokumentierte das Leben von 724 Männer in Boston. Sie wurden jährlich zu persönlichen Themen, wie Gesundheit, Zufriedenheit und Beruf befragt. Heute nehmen noch 16 der Personen an der Studie teil, die meisten davon sind über 90 Jahre alt. Einige der Teenager kamen damals aus den ärmsten Vierteln und andere kämpften sogar im Krieg. Es wurden viele verschiedene Lebenswege aufgezeichnet und analysiert.

    Das Resultat der Studie „Adult Development“

    Es gibt eine sehr wichtige Lektion, die wir dieser Studie entnehmen können und die auf den ersten Blick vielleicht offensichtlich erscheint. Das klare Resultat ist, dass soziale Kontakte für Menschen von sehr großer Bedeutung sind und Einfluss auf jeden einzelnen Lebensbereich haben. Gute Beziehungen erhalten unsere mentale und physische Gesundheit und garantieren Glück in unserem Leben.

    Ebenso wurde herausgefunden, dass Einsamkeit sich negativ auf das Leben und die Zufriedenheit auswirkt. Es geht nicht um die Anzahl der Beziehungen, sondern um die Qualität. Die Personen, die im Alter von 50 Jahren die glücklichsten Beziehungen berichteten, waren die, die mit 80 Jahren am gesündesten waren. Gute Beziehungen helfen uns aber nicht nur bei der Erhaltung der körperlichen, sondern auch der mentalen Gesundheit und des Erinnerungsvermögens.

    Alles in allem können Beziehungen chaotisch, kompliziert und harte Arbeit sein. Dennoch ist es den Aufwand auf jeden Fall wert. Wie uns die Harvard Studie aufzeigt, sollte man mehr Zeit und Energie in soziale Kontakte investieren, da sie uns letztendlich gesund und glücklich halten.

    Fazit

    Wie sehen die Beziehungen in Deinem Leben aus? Erachtest Du Sie als förderlich für Deine Zufriedenheit und Gesundheit? Investierst Du Zeit in die Pflege wichtiger und erfüllender Beziehungen und teilst Du die positiven Einflüsse mit diesen Menschen?

    Wenn Du Anregungen oder Kommentare zu diesem Thema hast, dann schreibe mir gerne eine E-Mail.
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  • Wer loslässt hat zwei Hände frei

    Lebst Du das Leben Deiner Träume oder gehst Du den Weg, der am einfachsten ist?

    Die Illusion der Zufriedenheit

    Oft akzeptieren wir Dinge in unserem Leben, weil wir uns einreden, dass diese schön sind oder einen Erfolg darstellen. Obwohl unser Bauchgefühl uns etwas anderes mitteilt oder wir mehr im Leben erreichen könnten.
    Vielleicht sind wir mit unserem äußeren Erscheinungsbild unzufrieden, reden uns jedoch bei jedem Blick in den Spiegel ein, dass „wir ganz passabel“ aussehen. Folglich brauchen wir auch erst einmal nichts zu ändern. Wir reden uns schön wie wir sind und was wir haben und was wir nicht haben, reden wir klein. Damit entsteht eine Zwickmühle. Wir versuchen, uns selbst zu belügen während unsere Gefühle uns unsere Unzufriedenheit präsentieren.
    Doch warum kann loslassen so schwer sein?

    Die Sicherheit der Komfortzone

    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

    — Albert Einstein

    Wir sind oft so an etwas in unserem Leben gewöhnt, dass wir es gar nicht mehr erkennen.
    Wir behalten alte Dinge, alte Gewohnheiten, alte Beziehungen oder alte Sichtweisen, nur weil sie schon immer da waren. Wir hinterfragen sie gar nicht mehr, obwohl viele von uns sich gerne weiterentwickeln oder neue Erfahrungen machen würden. Wir wollen einen neuen Job, ohne die Sicherheit des alten aufgeben zu müssen, wollen exotische Länder bereisen, ohne das Haus zu verlassen. Wir wollen unser Leben verändern, ohne uns selbst zu ändern.
    Dieses tägliche Hin und Her nimmt uns die Energie, wirklich das zu tun, das unseren Träumen entspricht.
    Wir fokussieren uns lieber auf das was wir verlieren könnten, als auf die wunderbaren Möglichkeiten, die sich uns jeden Tag bieten. Das Leben ist endlich und so viel mehr als die Komfortzone, darum lass es uns nicht leben, als hätten wir ein Weiteres in Reserve.

    Ein Rennen ohne Ziel

    Auf der anderen Seite können wir in das entgegengesetzte Extrem verfallen: das, was wir haben, nicht mehr anzuerkennen oder gar dankbar dafür zu sein. Dann sind wir in einem Rennen ohne Ziel und jagen ständig teuren, immer größeren oder vermeintlich besseren Dingen nach. Gefühle lösen Handlungen aus. Fühlst du das Fehlen von Glück, kaufst Du ein neues Auto in der Hoffnung, dass diese Handlung deine Emotionen ändert. Das Problem ist, dass uns das neue Auto nur glücklich macht, wenn wir es vorher schon waren. Es kann unseren Gemütszustand nicht dauerhaft ändern. Erst wenn Du etwas gekauft hast, wirst Du den Unterschied merken.
    Wirst Du dankbar für dein neues Gefährt sein oder suchst du sofort wieder nach etwas scheinbar Besserem? Vielleicht beginnst Du zu erkennen, wie reich Du schon bist und dass Du alles, was Du zum Leben brauchst, schon hast.

    Was willst Du wirklich?

    Nimm Dir die Zeit für Dich selbst und schreibe eine Liste, wofür Du in Deinem Leben dankbar bist. Die nächste Übung sollte aus einem Gefühl der Fülle und nicht aus einem Gefühl des Mangels gemacht werden.

    Stell dir alles, das Du in Zukunft gerne hättest, vor Deinem geistigen Auge vor.
    Was würdest Du gerne erleben? Welche Menschen möchtest Du kennenlernen? Was würde Dich zufrieden und glücklich machen?
    Wähle die Dinge, die Dir dein Herz mitteilt und ignoriere alles, das Dich nur gut vor anderen Leuten dastehen lassen würde. Was willst Du wirklich vom Leben?

    Überlege Dir nun, ob Du schon die richtige Umgebung dafür geschaffen hast. Wenn Du einen festen Partner kennenlernen willst, hat er schon Platz, um morgen bei Dir einzuziehen? Versuche alles, das nicht in Harmonie mit Deinen Zielen ist, loszulassen. Etwas loszulassen ist wie ein Muskel, der trainiert werden will. Fange daher mit etwas Kleinem an.

    Fazit

    Lebst du das Leben deiner Träume oder das, das gerade verfügbar war? Mach Neuem in Deinem Leben Platz, indem Du Altes loslässt mit dem Du unzufrieden bist.

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  • Diversify yourself

    Wer bist Du? Was macht Dich als Person aus? Was definiert Dich? Worauf bist Du stolz?

    Viele Menschen würden antworten, dass sie hart arbeiten, ihren Beruf ernst nehmen oder vorgegebene Aufgaben kreativ und schnell lösen. Grundsätzlich ist dies ein guter Anfang, nur welche anderen Bereiche gibt es in Deinem Leben noch und wie möchtest Du Dich selbst sehen?

    Eine Antwort auf diese Fragen zu haben halte ich für wichtig. Falls Du grübelnd davorsitzt, kann es sein, dass du Dich bisher ausschließlich über Deine Arbeit identifiziert hast. Lass uns dies genauer betrachten.

    Die Identifikationsfalle

    Wenn du morgen Deinen Job verlieren würdest, wer wärst Du dann? Wie würdest Du Dich selbst sehen?

    Manchen fallen nur Antworten ein, die auf den Beruf bezogen sind. Solange uns die Arbeit Spaß und Freude bereitet und alles gut läuft, können wir uns daran erfreuen. 

    Zu einem erfüllten und glücklichen Leben gehört für mich jedoch nicht nur auf meine Arbeit stolz sein, denn falls dieser Teil meines Lebens mal nicht läuft oder dessen Verlust droht, kann dies meine komplette Identität in Frage stellen. 

    Wenn Du einen nicht so erfolgreichen Tag in Deinem Beruf hattest und nichts mehr Deine Stimmung ändern kann oder du auf nichts anders stolz bist, als auf Deine Leistungen im Büro, bist Du in der Identifikationsfalle gelandet. Es ist Zeit Dir zu überlegen, wer Du außerhalb deines Jobs überhaupt bist.

    Woher kommt diese Identifikation?

    Ich bin immer wieder auf Netzwerktreffen und Konferenzen und beobachte dort, dass wir uns oft fast ausschließlich über unsere Arbeit definieren. Wir fragen uns gegenseitig nach unseren Tätigkeiten und sind stolz, wenn wir sagen können: „Ich bin Vice President von…“

    Uns ist wichtig, sich zuzuordnen und wir meinen auch, darüber andere besser einschätzen zu können. Nachvollziehbar, denn die meisten von uns verbringen einen Großteil ihrer Zeit mit der Arbeit. Selbst in unsere Freizeit schleicht sich der Beruf oft ein, wenn wir unsere E-Mails checken oder ständig aus der Arbeit angerufen werden.

    Nur was passiert mit uns, wenn wir uns selbst nur noch als Angestellte wahrnehmen und ganz und gar auf alles andere verzichten? Oder unseren Interessen, Hobbies und unseren Liebsten wenig Platz in unserem Leben lassen?

    Wenn wir unsere ganze Zeit damit verbringen zu arbeiten, zur Arbeit zu fahren, unsere Arbeit zu planen, nach Feierabend hauptsächlich über die Arbeit nachzugrübeln oder darüber zu sprechen, kann das Ergebnis ein sehr einseitiges Selbstbild sein.

    Selbstreflektion

    Mut ist die erste von allen menschlichen Qualitäten, weil er alle anderen garantiert.

    — Winston Churchill

    Seine eigene Person in konstruktiver Weise und ohne Urteile zu überdenken kann sehr hilfreich sein und die eigene Lebensqualität steigern.

    Nimm Dir die Zeit und schreibe für Dich auf, welche Rollen Du in Deiner Freizeit einnimmst. Bist Du Mutter oder Vater, Liebhaber, Haustierbesitzer, Mentor, Pfleger, Koch, Einkäufer, Künstler, Sportler oder Reisender? Welche Rollen nimmst Du täglich ein?

    Welchen Gemeinschaften ordnest Du Dich zu? Definierst Du Deine Persönlichkeit über eine Religion, einen Verein oder einen Freundeskreis?

    Überlege Dir als nächstes, in welche Rollen Du gerne mehr schlüpfen möchtest. Wo willst Du mehr Zeit verbringen? Welche Rollen würdest Du am liebsten von deiner Liste streichen? Es kann auch in manchen Fällen hilfreich sein, wenn Du dir Feedback von Freunden und Familie holst und sie fragst, wie sie Dich wahrnehmen und was Dich ihrer Meinung nach ausmacht.

    Wenn es in einem Lebensbereich einmal nicht so gut läuft, kannst Du immer noch stolz und dankbar für die vielen anderen sein. Wenn Du einem großen Problem im Büro gegenüberstehst, mache Dir klar, wie schön deine Aufgaben als Elternteil oder Haustierbesitzer ist und rücke so alles in die richtige Perspektive. Bald wirst Du erkennen, dass Du viel mehr als „nur“ Deine Arbeit bist.

    Fazit

    Sich mit seiner Arbeit identifizieren zu können ist wunderbar, es kommt allerdings auf das Maß an. Ein erfülltes Leben entspringt der Vielfalt. Darum: Diversify yourself!

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