• Das nächste Jahr

    Der Mentor-Ing Blog startet in sein zweites Jahr. Ich freue mich, dass Du (wieder) den Weg zu mir gefunden hast.

    Solltest Du das erste Mal meinen Blog lesen, dann sei herzlich willkommen. Ich hoffe, Du findest hier Anregungen, wertvolle Tipps und Unterstützung. Wenn Du Fragen oder Themenwünsche hast, schreibe mir gern eine Email.

    Den ursprünglichen Plan, schon im August neue Artikel zu veröffentlichen, habe ich ein wenig angepasst. Im August lagen meine Prioritäten darauf, unseren Umzug abzuschließen, insbesondere, bevor ich den neuen Job nach meiner Elternzeit antrete.

    Rückblick

    Das vergangene Jahr war sehr spannend und bereichernd für mich, vor allem durch meine neue Rolle als Vater. Hier durfte ich selbst ganz viel Neues lernen, vor allem Geduld und einfach mal Zeit mit meiner Tochter verbringen. Mir fällt es mittlerweile auch leichter zu akzeptieren, dass die meisten Dinge beim ersten Mal nicht so funktionieren, wie ich das gerne hätte. Zu beobachten, welche Entwicklung dieser neue Mensch in seinem ersten Jahr durchläuft, finde ich sehr beeindruckend. Vor allem das immer wieder ausprobieren und nicht aufgeben. Zu meiner Elternzeit werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben.

    Konkret für den Blog: Ich hätte nicht erwartet, dass ich bereits nach einem Jahr so viele Leser erreiche und ich freue mich auch über das zahlreiche Feedback, Fragen und Anregungen. Mir war wichtig, dass ich den Blog erst einmal ein Jahr betreibe, bevor ich mich an die Optimierung mache. Den Vorsatz habe ich von einem amerikanischen Kollegen übernommen und ich bin sehr dankbar dafür. Ich würde heute einige Dinge anders machen als vor einem Jahr. Allerdings wäre ich vermutlich immer noch in der Vorbereitung, wenn ich immer erst einmal optimiert hätte, anstatt mich mit dem aktuellen Stand zufrieden zu geben.

    Sehr dankbar bin ich auch über den Austausch mit Pendler-Guru Marc Frewert, der seinen Blog (Link) ungefähr zur selben Zeit gestartet hat und den ich über die Stuttgarter Gruppe vom Finanzwesir Blog kennengelernt habe. Von Marc habe ich viele nützliche Tipps bekommen.

    Ich zitiere ja gerne, dass wir meist überschätzen, was wir in 12 Monaten erreichen können. Wenn ich also selbst einmal 12 Monate zurückgehe und dann vergleiche, gibt es sicherlich einige Themen, bei denen ich gerne schon näher am Ziel wäre. Jedoch bin ich mit der Summe an Erreichtem aus dem letzten Jahr sehr zufrieden, vor allem auch aufgrund der Unterstützung meiner Familie und Freunden, und auch von Dingen, die ich bereits vor längerer Zeit begonnen habe.

    Ausblick

    Im August habe ich eine neue Tätigkeit als Entwicklungsleiter begonnen und ich werde dieses Jahr noch einen Podcast zum Thema Systems Engineering starten. Mein Ziel für die nächsten 12 Monate besteht somit in einer guten Balance der Aufmerksamkeit für meine Familie, meinen neuen Job und den Blog/Podcast. Als Wegweiser nutze ich, was mir im Leben wichtig ist, in Anlehnung an John Strelecky’s Buch „The Big Five for Live“:

    • Bereichernde Beziehungen zu Familie und Freunden
    • Lebenslanges Lernen
    • Kontinuierliche Weiterentwicklung
    • Reisen und Neues Entdecken
    • Menschen bei ihrer Entwicklung begleiten und unterstützen.

    Ich werde auch weiterhin regelmäßig Blog Artikel veröffentlichen und Fragen, die mich erreichen beantworten. Darüber hinaus werde ich im nächsten Jahr den ersten Mentor-Ing Workshop veranstalten und sehen, ob ich dieses Format weiterentwickeln kann.

    Melde Dich einfach für meinen Newsletter (Link) an und erfahre immer als erster, wenn es etwas Neues gibt.

  • Sommerpause

    Der Mentor-Ing Blog macht Sommerpause …

    Anfang August, pünktlich zum einjährigen Jubiläum, geht es weiter. 
    Trage Dich in meinen Newsletter ein und erfahre als erster, sobald neue Artikel erscheinen.

    Du willst die Zeit für Deine persönliche Weiterentwicklung nutzen?
    Dann schicke ich Dir gerne (vorab) meine Lebensgestaltungs-Planungsvorlage.

    Ich wünsche Dir einen schönen Sommer und dass Du Dir Zeit für die wirklich wichtigen Dinge nimmst.

  • Große Ziele – kleine Ziele

    „Erfolgreiche Menschen setzen und erreichen Ziele“. Und wie das geht, damit beschäftigt sich Olaf Kapinski in seinem Podcast Leben-Führen.

    Der Podcast ist unkompliziert und auf den Punkt, manchmal vielleicht etwas provozierend, enthält jedoch immer wertvolle Informationen für erfolgreiche Führungskräfte und solche, die es werden wollen.

    In Folge 166 ruft Olaf zur Blogparade zum Thema „kleine und Große Ziele“, an der ich mich sehr gerne mit meinen Gedanken beteilige.

    Große Ziele?

    Most people overestimate what they can do in a year and underestimate what they can do in two or three decades.

    — Tony Robbins

    Ich liebe große Ziele. Das Zitat von Tony Robbins erinnert mich regelmäßig daran, das Leben als lange Wanderung zu sehen und nicht als Sprint oder Marathon.

    Das hat für mich zwei Gründe. Wenn das Ziel nicht groß genug ist, dann beginne ich fast immer mit der konkreten Planung. Ich überlege mir die nächsten Schritte und habe eine ungefähre Vorstellung, wann ich das Ziel erreicht haben will. Ich fokussiere mich damit immer mehr auf den Weg und weg vom Ziel.

    Der zweite Grund ist verhältnismäßig banal. Große Ziele inspirieren und begeistern mich einfach mehr, vor allem, sobald ich sie erreicht habe. Erst gestern habe ich einen Beitrag von Harald Philipp beim E.O.F.T. gesehen, der über das Verlassen der Komfortzone sprach. Je seltener wir versuchen, die Blase auszudehnen, die unsere Komfortzone darstellt, desto kleiner erscheint sie uns mit der Zeit. Und meine Blase soll mir genug Freiheit bieten.

    Du selbst bist der Maßstab

    Die Bewertung, ob ein Ziel groß ist, kannst Du nur selbst vornehmen. Eines meiner Ziele ist ausreichend finanziellen Spielraum zu besitzen, um mich jedes Jahr mindestens 4 Monate ausschließlich meiner Familie widmen zu können inkl. Reisen.

    Für einige Menschen ist dies heute schon Realität, von einem großen Ziel kann also keine Rede sein? Nun, für mich schon. Immerhin erfordert dieses Ziel, dass ich mein Leben anders gestalte als bisher, um dort anzukommen.

    Große Ziele mögen vielleicht nach viel Aufwand klingen und viel Aufwand verschieben wir gern einmal in die Zukunft. Fang trotzdem heute an.

    Kleine Ziele? Nein danke!

    Ich habe für mich mal die These aufgestellt, dass kleine Ziele auch weniger Beachtung erhalten. Entweder weil sie uns vermeintlich einfach erscheinen oder weil sie einfach von anderen Dingen verdeckt werden.

    Nehmen wir hier einmal die Analogie zum abendlichen Sternenhimmel. Angenommen die Sterne sind kleine Ziele und der Mond ist ein großes Ziel. Es reicht einmal kurz den Blick abzuwenden. Den Mond werde ich wiederfinden, einen einzelnen Stern eher nicht.

    Ein Vorteil kleiner Ziele könnte sein, dass ich sie schneller erreiche. Und weil die Ziele kleiner sind, kann ich auch mehrere davon gleichzeitig bearbeiten. Nur, wie groß ist meine Kapazität und neige ich vielleicht dazu, mir mehr kleine Ziele zu setzen als ich gleichzeitig bearbeiten kann?

    Und wenn Tony Robbins recht hat und wir kleine Ziele auch noch überoptimistisch planen, was hat das für Auswirkungen auf unsere langfristige Motivation, wenn sich die Erfolge nicht wie erwartet einstellen?

    Große Ziele erreichen? Ja, bitte!

    Ich habe deshalb für mich beschlossen, dass ich mir lieber wenige und dafür große Ziele setze. Es ist für mich dann leichter, den Kurs auf das Ziel zu halten. Auch wenn der Weg zum Ziel vermutlich etwas länger sein wird und mir gelegentlich noch Menschen begegnen, die das Erreichen sogar als unmöglich ansehen. Zumindest früher begegneten mir diese Menschen.

    Bisher konnte ich noch jedes große Ziel früher erreichen, als ich es mir ursprünglich vorgestellt habe. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich keinen genauen Zeitplan hatte, sondern einfach kontinuierlich meinen Weg gegangen bin und Menschen kennengelernt habe, die mich unterstützen oder inspirieren.

    Und natürlich verändern sich Ziele und Prioritäten auch über die Zeit. Und mit jedem erreichten Ziel können wir uns größere Ziele setzen und unsere Erfolge feiern, ähnlich einem Muskel, der regelmäßig trainiert werden will.

    Als Inspiration empfehle ich dazu das Buch „The One Thing“ von Gary Keller. Gary spricht in dem Buch viel über die eine Sache, durch die alles andere einfacher oder überflüssig wird. Und die deshalb auch meine höchste Priorität genießen sollte.

    Mein Fazit

    Lieber groß planen und begeistert den Weg beschreiten.

    Hast Du große Ziele, die Dich begeistern? Oder gelingt es Dir eher, kleine Ziele schnell zu erledigen? Schicke mir Deine Anregungen gern per E-Mail.

    Und schaue Dir Doch bei Gelegenheit mal den TED Talk von Simon Sinek an.

  • Freude im Angestelltenverhältnis?

    Du hast als angestellter Systemingenieur Freude im Angestelltenverhältnis oder willst wieder mehr Begeisterung für Deine Tätigkeit und Dich persönlich weiterentwickeln? Mit diesem Artikel gebe ich Dir einen Ausblick in die zukünftige Ausrichtung des Blogs.

    Das Hamsterrad

    Das Hamsterrad ist im Internet in Synonym für Jobs, die uns keine Freude bereiten, denen wir jedoch nachgehen (müssen), um unsere Ausgaben zu decken – und von innen sieht das Hamsterrad aus wie eine (Karriere-) Leiter.

    Im gleichen Atemzug wird auch gern die Zufriedenheitsumfrage vom Gallup Institut herangezogen, wonach (nur) zwischen 12 und 16% der Arbeitnehmer wirklich glücklich sind und sich mit ihrem Unternehmen identifizieren können, während alle anderen entweder nur Dienst nach Vorschrift machen oder schon innerlich gekündigt haben.

    Ich hoffe mit diesem Blog dazu beitragen zu können, dass sich die Zahl der zufriedenen angestellten Systemingenieure steigt.

    Ich will nicht ins Management

    Als ich mich das erste Mal mit persönlicher Weiterentwicklung beschäftigte, fand ich fast ausschließlich Angebote, die sich an Führungskräfte oder Unternehmer richteten.

    Die Angebote des Blogs werden sich an die Systemingenieure richten, die (vorerst) keine Ambitionen an Personalführung haben. Der Systemingenieur betreibt ja bereits eine sehr interdisziplinäre Tätigkeit, die auch viel Gestaltungsspielraum und Entwicklungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

    Ich will mich nicht selbstständig machen

    Im Internet hat sich mittlerweile eine ganze Branche entwickelt, die Dich unterstützt, Dich selbstständig zu machen. Beispielsweise durch den Vertrieb eigener Produkte und Marken oder dem Aufbau von Dienstleistungen wie Coachings oder Seminaren.

    Das ist nicht Ziel dieses Blogs. Ich werde hier auf die Tätigkeit eines angestellten Systemingenieurs eingehen und sowohl fachliche Inhalte, Trends und Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung vorstellen, wie die Themen, die Dich Dein Leben begeisterter leben lassen.

    Die Vorteile vom Angestelltenverhältnis

    Egal ob Deine Tätigkeit bei einem kleinen Unternehmen oder einem großen Konzern ausgeübt wird. Ein Beschäftigungsverhältnis auf nicht-selbstständiger Basis bringt viele Vorteile gegenüber der Selbstständigkeit.

    Ich werde im Blog gerade bei den fachlichen Themen immer wieder auf die beiden Ausrichtungen eingehen und diese auch mit Kollegen beider Professionen diskutieren.

    Fazit

    Ich habe die Zielgruppe des Blogs für mich noch weiter herausgearbeitet und auf angestellte Systemingenieure mit einer Berufserfahrung zwischen -1 (letztes Studienjahr) und 5 Jahren festgelegt.

    Die Inhalte des Blogs werden sich künftig an dieser Zielgruppe orientieren. Dabei werde ich sowohl berufliche Aspekte sowie die persönliche Weiterentwicklung und Lebensgestaltung thematisieren.

    Wenn Du Fragen oder Themenvorschläge hast, die Dich interessieren, dann schicke mir gern eine Email.

  • Was ist Mentoring?

    In diesem Artikel werde ich erklären, was Mentoring für mich bedeutet, wie ich es nutze und welche Vorteile ich daraus ziehe.

    Die Qualität unseres Lebens wird bestimmt durch die Qualität unserer Fragen.

    — Dr. John Demartini

    Für mich ist ein Mentor jemand, der mich auf dem Weg zu meinen Zielen und Träumen unterstützt. Er hat bereits etwas erreicht, das ich mir selbst vorgenommen habe oder kann mir Antworten auf meine Fragen liefern. Und er kann mir helfen, dieses Wissen für mich anzuwenden.

    Wie finde ich Mentoren?

    Meine ersten Mentoren waren die Menschen in meinem Leben und meinem Umfeld, wie Eltern, Großeltern, Freunde, Kollegen.

    Irgendwann habe ich begonnen Fragen zu stellen, die mir meine Mentoren nicht mehr beantworten konnten. Dies begann mit beruflichen Themen wie Systems Engineering und finanzieller Vorsorge durch Aktien und Fonds oder wie ich große Ziele erreiche.

    Ich fand neue Mentoren wie Napoleon Hill, John Strelecky, Stephen R. Covey, Tim Ferris, Simon Sinek und Warren Buffett indem ich ihre Bücher las.

    Wie Du siehst ist für mich der direkte Kontakt mit einem Mentor keine notwendige Voraussetzung. Ich denke, es ist nicht einmal notwendig, dass ich durch einen Mentor etwas Neues lerne. Wichtig ist, dass ich dieses Wissen anwende (engl.: transform common knowledge into common practice).

    Einige der Bücher, die ich als Einstieg in das Thema Selbstführung und Lebensgestaltung sehr wertvoll finde, habe ich in meiner Bücherliste verlinkt.

    Wissen anwenden

    In der Vergangenheit habe ich es mir oft schwer gemacht, mein vorhandenes Wissen in konkrete Handlungen umzusetzen.

    Ich verdeutliche das an einem Beispiel: Ich stellte mir die Frage, welcher nächste Schritt mich einem bestimmten Ziel näher bringt. Ich wollte in Aktien investieren. Also waren die ersten Schritte, dass ich ein Depot eröffne und mir eine Aktie oder ein Fond aussuche und kaufe.

    Wenn ich mir diese Aufgaben selbst gebe und es auch niemanden mitteile, dann fällt es mir leicht, die Erledigung aufzuschieben. Vielleicht habe ich in der ersten Woche viel um die Ohren und brauche die Zeit am Abend zur Entspannung. Oder im Ort ist gerade Volksfest und ich will meine Freunde treffen. Vielleicht habe ich auch Angst, einen Fehler zu machen. Was ist, wenn ich nicht das optimale Depot auswähle oder der Kurs meiner Aktie fällt, sobald ich sie gekauft habe?

    Meine Unsicherheit führt also dazu, dass ich weitere Bücher oder Blogs lese und Podcasts höre. Leider unterscheiden sich die Informationen dann wieder in Nuancen, der eine Blog empfiehlt mir Bank A, der andere Blog Bank B. Und dasselbe gilt für Aktien oder ETFs. Was soll ich also tun? Ganz klar, ich brauche noch mehr Wissen. Leider führt dieses Verhalten dazu, dass ich mein vorhandenes Wissen nicht anwende. Ich brauche also eine andere Lösung.

    Menschen „kaufen“ von Menschen

    Wie hilft mir jetzt ein Mentor an dieser Stelle weiter?

    Eingangs schrieb ich bereits, dass ein Mentor in meiner Vorstellung bereits etwas erreicht oder umgesetzt hat, dass ich auch erreichen will. Ich benötige außerdem noch das Vertrauen in diesen Menschen, dass er in meinem besten Interesse handelt und nicht nur in seinem.

    Ich will also ein Depot eröffnen und weiß nicht so richtig welches. Ein Mentor, der schon länger in Aktien, ETFs oder Finanzprodukte investiert, wird mir also konkrete Fragen stellen können, die mir helfen, die richtige Entscheidung für mich zu treffen: Also, will ich lieber per Sparplan kaufen oder selbstbestimmt zu freigewählten Zeitpunkten. Denn typischerweise unterscheiden sich hier die Kosten. Auch die Frage, ob ich eher in deutsche, europäische oder amerikanische Aktien investieren will. Und er könnte mich ermutigen, einfach mehrere Depots zu führen, solange keine Depotkosten entstehen.

    Vielleicht lässt es sich am besten mit einem unbeleuchteten Weg vergleichen. Ich bin diesen Weg noch nie gelaufen und taste mich langsam vorwärts. Jedes Schlagloch und jeden Stein prüfe ich eingehend, ob nicht vielleicht ein tiefer Abgrund oder unebenes Gelände dahinter liegt.

    Ein Mentor ist diesen Weg bereits mehrfach gegangen. Er kennt die schnellste Verbindung und er nimmt mich an die Hand und führt mich zum Ziel. Und er sorgt zusätzlich dafür, dass ich das nächste Mal wiederum jemanden führen könnte, dem es genauso geht, wie mir jetzt in diesem Moment.

    Ich verwende gern den Spruch eines befreundeten Architekten, wonach er erst sein drittes Haus für sich selbst entwirft und das zweite für einen Freund. Bei einem Mentor würde ich also schauen, wie sein eigenes Haus aussieht und wenn es mir zusagt, dann bitte ich ihn um Hilfe bei meinem eigenen.

    Verbindlichkeit

    Die direkte Mentoring Beziehung zwischen Mentor und Mentee hat für mich noch einen weiteren Vorteil, der bei Büchern und Podcast sehr von meiner eigenen Disziplin abhängt, nämlich Verbindlichkeit.

    In dem vorangegangenen Beispiel habe ich bereits Situationen beschrieben, durch die ich mich im Laufe des Tages gern vom Erledigen meiner eigenen Ziele abhalten lasse.

    Habe ich einen Mentor, dann sieht das etwas anders aus, denn ich habe ihm zugesichert, dass ich bis zum nächsten Gespräch diese Aufgaben erledige. Und er nimmt sich die Zeit extra für mich. Ich will also diesem Vertrauen entsprechen.

    Ich möchte nicht in zwei Wochen sagen müssen, dass ich die Aufgaben nicht erledigt habe. Und dies führt dazu, dass ich mir irgendwann dafür die Zeit nehme. Je nachdem wie gut ich organisiert bin, entweder gleich zu Beginn oder kurz vor Schluss.

    In der Vergangenheit habe ich häufiger mehr Wissen gesammelt als mein vorhandenes Wissen in Handlung umzusetzen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass meine Situation doch etwas anders ist und ich noch mehr Wissen benötige um selbst die Lösung zu finden, die für meine Lage passt.

    Heute bin ich davon überzeugt, dass ich einfach Angst davor hatte, Fehler zu machen. Oder wollte mein Ego einfach nicht, dass die Lösung so einfach ist, weil ich schon so lange mit dem Problem beschäftigt war? Vielleicht war ich auch zu ungeduldig und habe aufgehört, kurz bevor die Ergebnisse sichtbar wurden. Egal was es war, letztendlich war die Lösung tatsächlich einfacher, je häufiger ich dieser Erkenntnis nachgab, desto leichter wurde es auch für mich.

    Fazit

    Ein Mentor bietet Abkürzungen durch Wissen und Erfahrungen aus der praktischen Anwendung, die Du nutzen kannst. Ich selbst kenne das fantastische Gefühl, selbst etwas herausgefunden zu haben. Nur, meine Zeit auf diesem Planeten ist einigermaßen beschränkt und ich finde es mittlerweile nicht mehr effektiv, etwas zu bearbeiten, was andere Menschen schon vor mir gelöst haben. Vielmehr kann ich die gewonnene Zeit nutzen, um die Ideen weiterzuentwickeln oder sie wiederum Menschen zu vermitteln, die bisher nicht wussten, dass es bereits Antworten auf ihre Fragen gibt.

    Welche Menschen in Deinem Leben können Dir die Fragen beantworten, die Dich Deinen Zielen näher bringen?

    Und wenn Du Fragen an mich hast, dann schreibe mir gern eine E-Mail.